Wenn die Tage kürzer, die Luft klarer und die Wälder goldener werden, beginnt für viele die schönste Zeit zum Wandern: der Herbst. Die Natur zieht sich langsam zurück und entfaltet dabei ein Farbenspiel, das jedes Jahr aufs Neue begeistert. Ob durch goldene Lärchenwälder, zu kristallklaren Bergseen oder auf aussichtsreiche Höhenzüge: Herbstwanderungen in der Schweiz sind ein Erlebnis für alle Sinne.
In diesem Beitrag stellen wir dir farbenfrohe und aussichtsreiche Touren vor, die sich besonders für den Herbst eignen. Zusätzlich erhältst du Tipps zur passenden Ausrüstung, zur Planung mit kürzeren Tagen und zur Sicherheit auf kühleren, rutschigen Wegen, damit du deinen Herbst in den Bergen in vollen Zügen geniessen kannst.
Goldene Lärchen und weite Täler: Das Val Trupchun im Nationalpark
Der Schweizer Nationalpark bei Zernez ist im Herbst besonders magisch. Das Val Trupchun gilt als eines der wildreichsten Täler der Schweiz, vor allem im September und Oktober, wenn sich die Lärchen gelb verfärben und die Hirsche röhren.
Die Wanderung führt auf gut ausgebauten Wegen leicht ansteigend ins Tal. Unterwegs begegnest du mit etwas Glück Steinböcken, Murmeltieren oder Gämsen. Auch Kinder haben hier Spass, dank der Vielfalt und Tierbeobachtungen. Ein Fernglas lohnt sich!
Tipp: Früh starten, die Sonne verschwindet im Tal schon früh hinter den Hängen.
Farbenmeer im Oberengadin: Von Morteratsch zum Lej daVadret
Diese Tour ist kurz, aber beeindruckend. Der Weg führt vom Bahnhof Morteratsch bis zum Gletschervorfeld des Vadret da Morteratsch, mit ständigem Blick auf den Piz Palü und das Berninamassiv. Im Herbst leuchten die Lärchen hier in kräftigem Gold, und die klare Luft macht die Gletscher besonders eindrucksvoll.
Praktisch: Die Strecke ist auch für weniger geübte Wanderer gut machbar. Kombiniere sie mit einem Besuch im Gletscherlehrpfad oder einer warmen Suppe im Restaurant Morteratsch.
Ausrüstungstipp: Auf feuchtem Waldboden oder gefrorenen Holzstegen sorgen Spikes von spikes.ch für besseren Halt – besonders am Morgen.
Aussicht garantiert: Gratwanderung aufs Stockhorn
Im Berner Oberland bietet die Gratwanderung aufs Stockhorn ein spektakuläres Panorama, besonders an klaren Herbsttagen. Die Farben der Wälder, die glitzernden Seen und die verschneiten Gipfel im Hintergrund sorgen für Kontraste, die du nicht so schnell vergisst.
Du kannst die Tour je nach Kondition verlängern oder verkürzen, z. B. von der Mittelstation Chrindistarten und bis zum Gipfel wandern. Oben warten ein Aussichtssteg und warme Suppe im Restaurant.
Wichtig: Warme Kleidung nicht vergessen, der Wind pfeift hier oben, auch wenn im Tal noch T-Shirt-Wetter herrscht.
Indian Summer am See: Rundweg um den Lac de Taney
Oberhalb von Vouvry im Wallis versteckt sich ein herbstliches Wanderparadies: der Lac de Taney. Umgeben von goldgelben Wäldern, spiegeln sich die Felsen im See und erzeugen fast kanadische Stimmungen. Der Rundweg ist gemütlich, aber abwechslungsreich, ideal für ein Wochenende mit Freunden oder Familie.
Extra-Tipp: Am besten mit Übernachtung in einer der einfachen Hütten, Sonnenuntergang und Morgennebel sorgen für echtes Naturkino.
Fusskomfort: Auch bei kürzeren Touren lohnen sich Wrightsocks, sie halten deine Füsse warm, trocken und blasenfrei.
Der Klassiker im Herbstlicht: Creux du Van
Die Felsenarena im Neuenburger Jura ist zu jeder Jahreszeit eindrucksvoll, aber im Herbst, wenn Nebelschwaden vom Tal her aufsteigen und die Wälder leuchten, wirkt sie fast mystisch. Starte früh ab Noiraigue und plane ca. 4 Stunden für die Rundtour. Oben angekommen, erwartet dich eine dramatische Aussicht in den Talkessel, ohne dass du dich durch Menschenmassen drängen musst.
Hinweis: Im Oktober kann es glatt werden, Spikes mitnehmen, besonders für den Abstieg über schattige Passagen.
Herbstwandern mit Köpfchen: So bist du gut vorbereitet
Im Herbst ändern sich die Bedingungen schnell. Damit du deine Tour sicher geniessen kannst, beachtefolgende Punkte:
- Kürzere Tage: Starte früh genug und plane deine Rückkehr bei Tageslicht.
- Kühle Temperaturen: Nimm warme Kleidung im Zwiebelprinzip mit, Mütze und Handschuheschaden nie.
- Rutschgefahr: Feuchte Blätter, Wurzeln und Holzstege sind tückisch, Spikes geben dir den nötigen Grip.
- Wechselhaftes Wetter: Eine Regenjacke gehört genauso dazu wie Sonnenschutz.
Fazit: Der Herbst ist die goldene Jahreszeit für Wanderer
Die Herbstzeit bietet Wandergenuss in Reinkultur: klare Sicht, warme Farben, frische Luft und weniger Trubel. Mit der richtigen Tourenwahl, dem passenden Equipment und etwas Vorbereitung wird jede Herbstwanderung zum Highlight.
Also: Nutze die goldenen Wochen, bevor der erste Schnee kommt. Pack deinen Rucksack, und los geht’s ins Farbenspiel der Schweizer Berge!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Val Trupchun im Nationalpark, der Creux du Van oder der Lac de Taney sind im Herbst besonders eindrucksvoll – mit goldenen Wäldern und klarer Sicht.
Früh starten, warme Kleidung mitnehmen, auf rutschige Wege achten und genug Tageslicht einplanen.
Je nach Wanderung, besonders bei feuchten, schattigen oder vereisten Passagen sind Spikes eine wertvolle Hilfe.
Ja – z. B. der Gletscherpfad bei Morteratsch, die Rundwanderung um den Lac de Taney oder der Märchenweg am Stockhorn eignen sich gut für Familien.


















